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Fragen & Antworten

MPU Fragen

Die richtigen Fragen zur MPU

Welche MPU Fragen kommen da auf mich überhaupt zu? Den meisten Betroffenen wird der Ernst der Lage erst richtig bewusst, wenn sie sich mit der bevorstehenden MPU auseinandersetzen (müssen).

Unabhängig was Ihnen zur Last gelegt wird! Jede MPU Anordnung ist individuell und „nur“ auf Sie persönlich zugeschnitten. D.h. Sie können nicht von jemanden anderem abkupfern, oder in Blaupause irgendwelche Fragen zur MPU oder Antworten zur MPU auswendig lernen und übernehmen.

Fakten zur MPU:

  • Das psychologische Explorationsgespräch mit dem Verkehrspsychologen ist für die Mehrheit, der schwierigste Teil.
  • Ohne eine gute, seriöse und umfangreiche Vorbereitung haben Sie, so gut wie keine Chance.
  • Ein Psychologe merkt, wenn man Schauspielert und versucht ihm etwas vorzumachen.

Im Prinzip geht es nicht um den Führerschein – sondern um Ihre „charakterliche Eignung“. D. h. nichts anderes als – „geeignet zum Führen von KFZ ist nur, wer nicht erheblich oder nicht wiederholt gegen verkehrsrechtliche Vorschriften oder gegen Strafgesetze verstoßen hat“.

MPU Fragen zur Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft

In der Exploration (psychologische Gespräch), das in der Regel um die 45 Minuten beträgt, wird in drei Gesprächsteile unterschieden. Der MPU-Gutachter möchte erkennen können, ob der Betroffene sich mit der Vergangenheit auseinandergesetzt hat. Die Gegenwart ist das hier und jetzt, quasi welche Veränderungen bis heute angegangen wurden. Fragen zur Zukunft sind ebenso wichtig, um dem Psychologen eventuelle Rückfälle in alte (Konsum)Muster ect. zu erkennen und schließlich auch zu vermeiden. Im Detail ausführlich…

MPU-Fragen zur Vergangenheit

Zunächst wird die Vergangenheit genauer angesehen. D.h. die Entwicklung von der ersten Auffälligkeit bis hin zum letzten aktenkundigen Delikt. An Hand eines Beispiels zum Thema Alkohol, würde das folgendermaßen aussehen – wann hatten Sie das erste Mal Berührung mit Alkohol? Bis hin zu – wann war Ihr letzter Konsum?

Nur wenn Sie selbstreflektiert und anschaulich darlegen können, was und wie Ihr früheres Leben, im Bezug auf das Ihnen zur Last gelegte Delikt erklären können, sind Sie einen großen Schritt weiter.

Sollte die Vergangenheit nicht schlüssig oder lückenhaft dargestellt werden, wird sich der Gutachter fragen, ob Sie sich überhaupt intensiv mit Ihrer Vergangenheit auseinandergesetzt haben! Sonst haben Sie zum Anfang des Gesprächs bereits schlechte Karten die MPU positiv zu bestehen.

MPU-Fragen zur Gegenwart

Der mittlere Teil des Gesprächs beschäftigt sich mit der Gegenwart. Hier sollten Sie bereits erste Veränderungen plausibel darlegen können. Ganz konkret – was hat sich seither positiv verändert? Welche Motive haben Sie dazu gebracht alte Muster aufzugeben? Welche neuen und positiven Verhaltensweisen haben Sie in Ihr jetziges Leben bereits integriert?

Am effektivsten ist natürlich, sofort nach dem Verlust des Führerscheins, bzw. Anordnung einer MPU, sich mit seiner Problematik auseinanderzusetzen. Der Fehler vieler Betroffener ist, dass Sie entweder bis zum letzten Drücker warten, oder dass Sie sich nur schwerlich mit der Vergangenheit auseinandersetzen möchten.

Übrigens, wenn Sie dem Gutachter glaubhaft machen können, dass Sie sofort nach Entzug der Fahrerlaubnis, Maßnahmen zur Rehabilitation getroffen haben – wird Ihnen das als positiv gewertet.

MPU-Fragen zur Zukunft

Auch hier ist es wichtig, welche Absicherungen, Notfallvorsorge und Prävention Sie für die Zukunft haben. Genauer gesagt müssen Sie dem Psychologen glaubhaft versichern können, dass in Zukunft nicht mehr zu erwarten ist, dass Sie erneut mit dem Ihnen zugrunde liegenden Delikt/Strafdaten rückfällig werden.

So schwer es für manche MPU Betroffene auch ist – der Gutachter ist per se nicht böse und möchte Ihnen keine Steine in den Weg legen. Jedoch unterliegt auch er bestimmten Richtlinien und hat eine große Verantwortung. Deshalb ist zur Klärung der Fahreignung nun mal erforderlich relevante MPU Fragen zu stellen und Ihre Aussagen bzw. Antworten kritisch zu hinterfragen…

Eine gute MPU Vorbereitung ist die halbe Miete

Mit unter der häufigsten Gründe einer negativen MPU ist, schlicht Uneinsichtigkeit. Fehlende Selbstreflektion und schlechte Vorbereitung auf das MPU Gespräch sind weitere Gründe einer negativen Begutachtung.

Eine positive MPU ist kein Hexenwerk

Deshalb kann ich nur raten, so früh wie möglich mit einer Vorbereitung, bzw. zumindest sich mit der MPU Begutachtung auseinanderzusetzen.

Steht eine MPU Begutachtung wegen Alkohol oder Drogen an, ist vielen nicht klar, dass ohne einen lückenlosen Abstinenznachweis über mindestens 12 Monaten es keinen Sinn macht, eine MPU zu absolvieren.

Deshalb biete ich ein unverbindliches Erstgespräch an. Hier kann im Groben bereits etwas Klarheit geschaffen werden und somit gleich von Anfang sinnvolle Schritte gegangen werden.