Wie wird die Fahreignung zum Führen eines Kraftfahrzeugs festgestellt? Diese oder ähnliche Fragen werden häufig gestellt, da weitläufig viele Unwahrheiten im Internet kursieren.

In § 2 Absatz 4 des Straßenverkehrsgesetz (StVG) hat der Begriff „Eignung“ eine übergeordnete und wichtige Rolle – dazu heißt es „Geeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen ist, wer die notwendigen körperlichen und geistigen Anforderungen erfüllt und nicht erheblich oder nicht wiederholt gegen verkehrsrechtliche Vorschriften oder gegen Strafgesetze verstoßen hat.“

Eine Fahreignung wird nicht einfach so entzogen…

Im Zusammenhang von Drogendelikten- und/oder Promillefahrten sind begründete Zweifel angebracht, so dass eine bestehende Fahrerlaubnis entzogen werden kann. Eine Erteilung bzw. Fortbestand einer Fahrerlaubnis setzt hier voraus, dass eine Eignung zum Führen eines Kraftfahrzeugs vorliegt. Bestehen Zweifel, so wird durch die Fahrerlaubnisbehörde eine Vorlage eines Gutachtens in Form einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (kurz MPU) angefordert.

Für die Fahrerlaubnisbehörde dient ein Gutachten einer zertifizierten Begutachtungsstelle das Grundlage, ob der Betroffene die Fahreignung (positives Gutachten) zum Führen eines Kraftfahrzeugs vorlegen kann. Erst dann ist der Weg wieder frei im Straßenverkehr teilzunehmen.

Fällt die Begutachtung negativ aus, bzw. sind noch leichte Zweifel vorhanden, besteht die Möglichkeit unter bestimmten Bedingung eine Nachschulung. Dies ist von Fall zu Fall unterschiedlich und liegt im ermessen der Behörden.

Abschließend ist zu Sagen, dass in den allermeisten Fällen eine selbstkritische und reflektierende Einstellung der zu Grunde liegenden vergehen sehr hilfreich ist. Nicht zuletzt sein Leben wieder in geordnete Bahnen zu lenken – und nicht „nur“ seinen Führerschein wieder zu erhalten…

Gerne biete ich Ihnen ein Erstgespräch an, damit Sie einen Überblick zum Ablauf einer angeordneten MPU erhalten…